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Zukunftsfeld Gesundheit: Wie Praxistouren Jugendliche für soziale Berufe begeistern

Der Fachkräftemangel im Gesundheits- und Sozialwesen ist bereits spürbare Realität. Umso wichtiger ist es, frühzeitig junge Menschen für diese systemrelevanten Berufe zu interessieren. Genau hier setzt das Netzwerk „Zukunftsfeld Gesundheit“ an, ein Zusammenschluss von zehn regionalen Akteuren mit einem klaren Ziel: Schülerinnen und Schüler praxisnah an Berufsmöglichkeiten heranzuführen und ihre berufliche Orientierung nachhaltig zu stärken.

Steffen Vogel, B. Sc., gab einen Einblick in die Laboratoriums Medizin, Mikrobiologie und Krankenhaushygiene des Lausitzer Seenland Klinikums.

Berufsorientierung zum Anfassen

Ein Herzstück des Projektes sind Praxistouren für Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen. Statt trockener Theorie erleben die Jugendlichen unterschiedliche Berufsfelder hautnah. Im Vorfeld konnten sie zwischen drei verschiedenen Touren wählen und so gezielt ihren eigenen Interessen folgen.

  • Tour A führte zur Bildungsstätte für Sozial- und Medizinalberufe, zum Lausitzer Seenland Klinikum und zur HOY-REHA.
  • Tour B bot Einblicke in das Hans-Sachs-Berufskolleg sowie die Berufsfeuerwehr Hoyerswerda.
  • Tour C umfasste das Berufsschulzentrum Konrad Zuse und die Lausitzer Werkstätten.

Vielfalt der Gesundheitsberufe erleben

Am 23. April war es soweit: Die Schülerinnen und Schüler tauchten in die Praxis ein. Besonders eindrucksvoll zeigte sich dies bei Tour A. In der Bildungsstätte für Sozial- und Medizinalberufe erhielten die Teilnehmenden einen Überblick über verschiedene Ausbildungsberufe, von Pflege über Ergotherapie und Physiotherapie bis hin zum Notfallsanitäter und Erzieher.

Im Lausitzer Seenland Klinikum konnten sie anschließend medizinische Fachbereiche wie Laboratoriumsmedizin, Geriatrie und Radiologie kennenlernen. Den Abschluss bildete die HOY-REHA, wo praktische Übungen den direkten Zugang zu typischen Tätigkeiten ermöglichten und die Berufe greifbar machten.

Nachhaltiger Effekt für Region und Jugendliche

Die Kombination aus Information, praktischen Erfahrungen und eigenständigem Ausprobieren wirkt nachhaltig: Jugendliche gewinnen nicht nur Klarheit über ihre Interessen, sondern entwickeln auch ein realistisches Bild von beruflichen Anforderungen und Chancen.

Gleichzeitig leisten Projekte wie „Zukunftsfeld Gesundheit“ einen wichtigen Beitrag zur Nachwuchssicherung in der Region. Sie zeigen, wie durch gezielte Kooperationen und frühe Einblicke langfristig Fachkräfte gewonnen werden können.

Wie geht es weiter?

In welcher Form das Projekt fortgeführt wird, entscheiden die beteiligten Akteure nach einer gemeinsamen Auswertung der Praxistouren. Klar ist jedoch schon jetzt: Der Ansatz, Berufsorientierung erlebbar zu machen, trifft den Nerv der Zeit und könnte ein wichtiger Baustein für die Zukunft des Gesundheitssektors sein.