An der Bautzener Brücke, direkt an der Schwarzen Elster, hat ein neues Wohnprojekt begonnen. Dort, wo zuletzt die sogenannte Orange Box stand, entsteht das Helios-Quartier der LebensRäume Hoyerswerda.
Mit dem Baustart wird eine Fläche neu aktiviert, die lange eine Zwischenlösung war. Jetzt wird sie wieder Teil der Stadtentwicklung – mit einem klaren Fokus auf Wohnen.
Auch die LAUSITZWELLE berichtete in ihrem Programm vom 22. April:
Geplant sind zwei Gebäude mit vier und sechs Etagen. Insgesamt sollen 32 Wohnungen entstehen. Die Grundrisse reichen von zwei bis vier Räumen und bewegen sich zwischen 68 und 100 Quadratmetern. Damit richtet sich das Angebot bewusst an unterschiedliche Lebenssituationen – vom kleineren Haushalt bis zur Familie.
Auffällig ist vor allem das Energiekonzept. Im Quartier wird auf klassische Heizsysteme verzichtet. Stattdessen kommen Infrarotheizungen zum Einsatz, die mit Strom betrieben werden. Ein Großteil dieses Stroms soll direkt vor Ort erzeugt werden – über Photovoltaikanlagen auf Dächern und an Fassaden.
Der Ansatz dahinter ist einfach beschrieben: Energie dort erzeugen, wo sie gebraucht wird. Das reduziert Abhängigkeiten und macht das System insgesamt übersichtlicher.
Auch beim Mietmodell geht das Projekt einen anderen Weg. Geplant ist eine Pauschalmiete, in der neben der Kaltmiete auch die Betriebskosten enthalten sind. Klassische Nachzahlungen entfallen. Für Mieter bedeutet das vor allem eines: mehr Planbarkeit.
Ergänzt wird das Quartier durch Stellplätze, Garagen, Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge und einen Fahrrad-Carport. Das Investitionsvolumen liegt bei rund elf Millionen Euro. Die Fertigstellung ist für Anfang 2028 vorgesehen.
Das Helios-Quartier ist eines von mehreren Projekten, die aktuell zeigen, wie sich das Thema Wohnen in Hoyerswerda weiterentwickelt. Unterschiedliche Ansätze, neue technische Lösungen und andere Modelle im Betrieb – all das wird derzeit erprobt.
Nicht jedes Projekt wird für jede Lebenssituation passen. Aber in der Summe entsteht ein breiteres Angebot. Und genau das ist entscheidend: dass Wohnen in Hoyerswerda nicht stehen bleibt, sondern sich weiterentwickelt.