Suche
Suche schließen

Wie soll das Bahnhofsgebäude von morgen aussehen? Bürger bringen ihre Ideen ein.

Der Bahnhof ist oft der erste Eindruck einer Stadt, ob für Reisende, Besuchende ebenso wie für Menschen, die täglich hier unterwegs sind. Umso wichtiger ist die Frage, wie das Bahnhofsgebäude in Hoyerswerda künftig genutzt werden kann und welche Rolle es für die Stadtentwicklung spielen soll.

Derzeit befindet sich das Gebäude noch in privater Hand. Die Stadt Hoyerswerda steht jedoch im Austausch mit dem Eigentümer über einen möglichen Erwerb. Bevor über die Zukunft des Bahnhofes entschieden werden kann, müssen jedoch weitere wichtige Fragen beantwortet werden: Welche Nutzungen sind sinnvoll? Was wird tatsächlich gebraucht? Und wie kann ein solches Projekt langfristig wirtschaftlich betrieben werden?

Mit Klebepunkten und Anregungen brachten die Bürgerinnen und Bürger ihre Vorstellungen für die Zukunft des Bahnhofs Hoyerswerda ein.
Die Zukunft des Bahnhofs nimmt Gestalt an: Auch eigene Vorschläge brachten die Bürgerinnen und Bürger für die künftige Nutzung des Gebäudes ein.

Im Rahmen der Förderrichtlinie „Demografie“ des Freistaates Sachsen wurde deshalb eine Machbarkeitsstudie beauftragt. Mit der Erarbeitung wurde die Kommunalentwicklung Mitteldeutschland GmbH (KEM) betraut. Für das Unternehmen ist Hoyerswerda kein unbekanntes Terrain: Bereits seit den 1990er Jahren begleitet die KEM verschiedene Stadtsanierungsprojekte, darunter auch die Entwicklung der Bahnhofsvorstadt.

Nach einer ersten Akteurs-Veranstaltung, bei der bereits Bedarfe und mögliche Nutzungsideen gesammelt wurden, waren nun die Bürgerinnen und Bürger gefragt. Am vergangenen Freitag lud die Stadt Hoyerswerda gemeinsam mit den Projektverantwortlichen Paula Haufe und Michael Kroll von der KEM zu einem Beteiligungsworkshop in die Bahnhofshalle ein.

Zum Auftakt betonte Christian Hoffmann, Leiter Wirtschaftsförderung/Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Hoyerswerda, die besondere Bedeutung des Bahnhofes für die Stadt und machte deutlich, dass für dieses prägende Gebäude die bestmöglichen Ideen gefunden werden sollen. Anschließend gaben die Projektbearbeiter der KEM einen Einblick in die Geschichte des Bahnhofes, den baulichen Zustand der einzelnen Gebäudeteile sowie die bisherigen Erkenntnisse aus dem Beteiligungsprozess. Bereits jetzt zeichnet sich ein klares Bild ab: Der Bahnhof soll künftig als urbaner Infrastrukturraum Mehrwerte sowohl für Reisende als auch für die Stadtgesellschaft schaffen.

Im weiteren Verlauf arbeiteten die rund 40 Teilnehmenden in drei Themenfeldern: „Bahnhofsgebäude und Umfeld“, „Bedarfe und Zielgruppen“ sowie „Nutzungen und Angebote“. Dabei konnten vorhandene Vorschläge bewertet, diskutiert und durch eigene Ideen ergänzt werden. Die Resonanz war groß, der Austausch lebendig und konstruktiv.

Nun beginnt die Auswertung aller Hinweise und Anregungen. Daraus sollen bis zu drei mögliche Nutzungsszenarien entwickelt werden. Anschließend wird geprüft, welche Variante am besten zum Standort passt, genehmigungsfähig ist und die größten Entwicklungschancen bietet. Auch die wirtschaftliche Seite wird dabei genau betrachtet, von den Sanierungs- und Betriebskosten über mögliche Betreiberkonzepte bis hin zu Fördermöglichkeiten. Die Vorstellung des fertigen Konzeptes ist für November 2026 geplant.

Der Beteiligungsworkshop zeigte deutlich: Das Interesse an der Zukunft des Bahnhofes ist groß. Viele Menschen verbindet der Wunsch, das markante Gebäude wieder mit Leben zu füllen und ihm eine neue Bedeutung für Hoyerswerda zu geben.

Wer bei der Veranstaltung nicht dabei sein konnte, hat noch bis zum 29. Juni 2026 die Möglichkeit, seine Ideen online einzubringen:

https://de.surveymonkey.com/r/XXDQGTV