Suche
Suche schließen

Wie Hoyerswerda seine Fernwärme fit für die Zukunft macht

Wie wird Hoyerswerda künftig sicher und möglichst klimafreundlich mit Wärme versorgt? Darum ging es bei der zweiten Bürgerinformationsveranstaltung zur Entwicklung der Fernwärmeversorgung. Rund 70 Interessierte informierten sich über die Pläne der Versorgungsbetriebe Hoyerswerda mbH und nutzten die Gelegenheit für Fragen und Gespräche.

Fünf Personen stehen auf einer Bühne neben zwei weißen Stehtischen. Auf der großen Leinwand sind vier Puzzleteile mit den Themen „Sichere Versorgung mit Fernwärme“, „Grüne Erzeugung“, „Bezahlbare Fernwärme“ sowie „Ausblick und Fragen“ zu sehen.
Informationen zur zukünftigen Fernwärmeversorgung bei der zweiten Bürgerinformationsveranstaltung. Foto: Versorgungsbetriebe Hoyerswerda GmbH

Ein wichtiges Datum ist der Jahresbeginn 2028. Dann endet der bisherige Fernwärmeliefervertrag mit der LEAG. Damit die Versorgung weiterhin zuverlässig funktioniert, soll das vorhandene Spitzenheizwerk erweitert und vorübergehend als Grundlastheizwerk genutzt werden. Vereinfacht gesagt: Eine Anlage, die bisher vor allem bei besonders hohem Wärmebedarf einspringt, übernimmt künftig einen größeren Teil der regulären Versorgung.

Parallel soll die Fernwärme Schritt für Schritt klimafreundlicher werden. Bis 2030 wollen die Versorgungsbetriebe einen Anteil von mindestens 30 Prozent erneuerbarer Energien erreichen. Geplant ist dafür ein Mix aus verschiedenen Lösungen. Dazu gehören Solarthermie am künftigen Grundlastheizwerk, der Energiepark Altstadt und die Weiterentwicklung des Areals an der Spremberger Chaussee.

Ziel ist eine langfristig sichere und bezahlbare Fernwärmeversorgung. Gleichzeitig soll mehr Energie in der Region erzeugt werden. Das stärkt die regionale Wertschöpfung und verringert die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten.

Bei der Veranstaltung ging es außerdem um die kommunale Wärmeplanung, mögliche Förderungen und die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Bereits vor Beginn konnten sich Interessierte im Servicecenter Energiewelt mit Fachleuten verschiedener Partnerunternehmen austauschen.

Bei der Wärmewende arbeitet Hoyerswerda auch über die Stadtgrenzen hinaus. Gemeinsam mit den Stadtwerken Spremberg und Weißwasser sind die Versorgungsbetriebe Teil eines Lausitzer Konsortiums. So werden Erfahrungen gebündelt und Lösungen gemeinsam weiterentwickelt.