Am 28. August 2026 fand auf der Baustelle des Neustadtforums in Hoyerswerda der Workshop „Quo vadis Lausitz?“ statt. Menschen aus Wissenschaft, Wirtschaftsförderung, Kultur, Zivilgesellschaft und Politik diskutierten darüber, welche Erfahrungen bisher im Strukturwandel gesammelt wurden und was künftig besser laufen sollte.

Eingeladen hatte das Projekt „Revier.Trialog – Braunkohlereviere als Transformationsräume“. Dahinter stehen die Akademie für Raumentwicklung in der Leibniz-Gemeinschaft, das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung und das Institut für Strukturwandel und Nachhaltigkeit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Kooperationspartner ist das Leibniz-Institut für Länderkunde. Künstlerisch begleitet wurde der Workshop von Dr. Julia Gabler und Stefan Nolte vom Verein Recherchepraxis.
Hoyerswerda war der erste Veranstaltungsort einer Reihe von drei Workshops in den deutschen Braunkohlerevieren. Die Baustelle des Neustadtforums bot dafür eine passende Kulisse. Der unfertige Ort machte sichtbar, dass Wandel ein Prozess ist, bei dem nicht immer alle Antworten bereits feststehen. Zugleich rückte Hoyerswerda als Stadt mit langjähriger Transformationserfahrung in den Mittelpunkt des überregionalen Austauschs.
In der Diskussion wurde deutlich, dass die bisherigen Förderprogramme viele Möglichkeiten eröffnet haben. Gleichzeitig traf der hohe Zeitdruck häufig auf begrenzte Kapazitäten in den Kommunen. Dadurch kamen teilweise bereits vorbereitete Projekte schneller zum Zug als neue und ungewöhnliche Ideen. Auch Beteiligung und Zusammenarbeit blieben aus Sicht der Teilnehmenden stellenweise hinter den Erwartungen zurück.
Für die Zukunft sollen deshalb Qualität, regionale Passfähigkeit und langfristige Wirkung von Projekten stärker zählen. Nicht jeder Ort benötigt die gleichen Lösungen. Gefragt sind außerdem mehr Zusammenarbeit zwischen Kommunen, dezentrale Ansätze und eine intensivere Begleitung bei der Entwicklung guter Projekte.
Weitere Workshops folgen im Mitteldeutschen und im Rheinischen Revier. Anschließend werden die Ergebnisse zusammengeführt und für Gespräche mit politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern aufbereitet.
Weitere Informationen und den Kurzbericht zur Veranstaltung gibt es auf der Internetseite der Akademie für Raumentwicklung in der Leibniz-Gemeinschaft.