Bezahlbar, verlässlich und klimaneutral – so soll die Energie der Zukunft aussehen. Dieses Ziel gehört zu den 17 nachhaltigen Entwicklungszielen der UN-Agenda 2030. Für Kommunen wie Hoyerswerda bedeutet das vor allem eines: handeln, bevor der Kohleausstieg spürbar wird.
Die Stadt Hoyerswerda und die Versorgungsbetriebe Hoyerswerda GmbH (VBH) haben frühzeitig begonnen, die lokale Energiewende zu gestalten. Gemeinsam mit den Städtischen Werken Spremberg und den Stadtwerken Weißwasser wurde eine wissenschaftliche Transformationsstudie in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse, veröffentlicht im September 2023, liefern wertvolle Erkenntnisse für die Lausitz und andere vom Strukturwandel betroffene Regionen.
Auf Basis der Studie gibt es konkrete Pläne: Das Spitzenheizwerk in Zeißig soll bis Ende 2027 zum Grundlastheizwerk ausgebaut werden, um die Fernwärmeversorgung in der Stadt sicherzustellen. Ergänzend sind neue Erzeugungsanlagen und Speicherlösungen vorgesehen – von Wärmepumpen über Solarthermie und Seethermie bis hin zu Photovoltaik- und Power-to-Heat-Anlagen. Ziel ist eine unabhängige, nachhaltige Energieversorgung, die perspektivisch vollständig auf erneuerbaren Quellen basiert.
Die Anstrengungen haben bereits Anerkennung gefunden: Im August 2025 wurde Hoyerswerda von der Agentur für Erneuerbare Energien e.V. (AEE) zur „Energie-Kommune des Monats“ gekürt. Die Stadt überzeugte durch Transparenz, Bürgerbeteiligung und eine Vorbildrolle bei der Transformation. Auch die Bürgerinnen und Bürger zeigen sich engagiert: Informationsveranstaltungen werden gut besucht, und der Austausch über die Zukunft der Energieversorgung ist intensiv.

Hoyerswerda zeigt, wie Strukturwandel aktiv angegangen werden kann. Die Stadt befindet sich noch mitten im Veränderungsprozess – ist aber schon heute ein sehr gutes Beispiel aus der Praxis für nachhaltige, regionale Energieversorgung.
Weitere Informationen zur Energiewende in Hoyerswerda: energie-kommunen.unendlich-viel-energie.de