Auf dem Gelände des VBFF in der Jan-Amos-Comenius-Straße geht die Sanierung weiter voran. Die Fassadenerneuerung der beiden Gebäude ist inzwischen zu rund 95 Prozent abgeschlossen. An einem der Gebäude konnte das Gerüst bereits zurückgebaut werden und gibt den Blick auf die erneuerte Fassade frei.

Doch nicht nur von außen hat sich in den vergangenen Monaten einiges getan. Im Zuge der energetischen Sanierung werden auch im Inneren der Gebäude bauliche Veränderungen für einen verbesserten Brandschutz und mehr Barrierefreiheit umgesetzt.
So wurden unter anderem Türen verbreitert und Fluchtwege an die aktuellen Anforderungen angepasst. Nach Abschluss dieser notwendigen baulichen Eingriffe geht es nun an die optische Fertigstellung der betroffenen Bereiche. Auch die Eingänge werden noch entsprechend hergerichtet und dabei die Anforderungen an die Barrierefreiheit berücksichtigt.

Sanieren bei laufendem Betrieb
Eine besondere Herausforderung bei der Baumaßnahme: Die Gebäude werden auch während der Sanierung weiter genutzt. Das „Haus der Begegnung“ als wichtige soziale Anlaufstelle blieb während der gesamten Bauphase vor Ort erreichbar. Das Angebot musste zeitweise etwas reduziert werden, dennoch konnten Bürgerinnen und Bürger, die auf die soziale Unterstützung angewiesen sind, ihre vertraute Anlaufstelle weiterhin nutzen.
Möglich war das vor allem durch gegenseitige Rücksichtnahme und eine enge Abstimmung. Das Team des VBFF unter Federführung der Leiterin des Hauses koordinierte sich fortlaufend mit den jeweils tätigen Baugewerken. So konnten notwendige Arbeiten und die Angebote des Hauses möglichst gut miteinander vereinbart werden.
Planung im Bestand erfordert gute Abstimmung
Die gesamte Gebäudeplanung und Bauüberwachung liegt beim Bauplanungsbüro Gumpert, das die Maßnahme in enger Abstimmung mit der Stadt Hoyerswerda begleitet.
Dabei galt es, eine besondere Aufgabe zu lösen: Ein bestehendes und weiterhin genutztes Objekt energetisch zu sanieren und gleichzeitig die Anforderungen an Brandschutz und Barrierefreiheit in die vorhandenen Gebäudestrukturen zu integrieren. Planung, Bauablauf und laufende Nutzung mussten deshalb immer wieder miteinander in Einklang gebracht werden.
Mit der nahezu abgeschlossenen Fassadenerneuerung ist nun ein weiterer wichtiger Abschnitt der Sanierung geschafft. In den kommenden Arbeiten rücken vor allem die Fertigstellung der Innenbereiche und die barrierefreie Gestaltung der Eingänge in den Mittelpunkt.
Finanziert wird das Projekt über mehrere Bausteine. 75 Prozent der Kosten stammen aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), weitere 15 Prozent aus der Städtebauförderung, 10 Prozent trägt die Stadt Hoyerswerda selbst.