Die energetische Sanierung der Lausitzhalle geht mit einem überarbeiteten Konzept in die neue Phase Die SWH Städtische Wirtschaftsbetriebe Hoyerswerda GmbH hat gemeinsam mit der Lausitzhalle die Weichen neu gestellt. Der ursprüngliche Leistungsumfang wurde dabei grundlegend überprüft und weiterentwickelt. Das Ziel ist klar definiert: Die Lausitzhalle soll nicht nur energetisch modernisiert werden, sondern es soll ein Ort entstehen, der auch außerhalb von Veranstaltungen zum Verweilen einlädt.
Auch die LAUSITZWELLE berichtete in ihrem Programm vom 19. März 2026:
Die Umsetzung erfolgt in fünf klar abgegrenzten Bauabschnitten. Diese Struktur ermöglicht eine flexible, wirtschaftlich tragfähige Realisierung mit konsequentem Blick auf Kosten und Zeitrahmen. Für jeden Bauabschnitt gelten feste Budgets: Werden diese eingehalten, folgt der nächste Schritt. Die ersten Ausschreibungen und Vergabeverfahren sind noch für 2026 vorgesehen, sodass die Baumaßnahmen voraussichtlich im ersten Quartal 2027 beginnen können. Die Fertigstellung des Gesamtprojekts ist nun bis 2030 geplant.
Ein Blick auf die Bauabschnitte verdeutlicht die inhaltliche Tiefe des Projekts: Beginnend mit der Sanierung von Bühnenturm, Glasfassade und Dachflächen über dem Saal folgen weitere Maßnahmen an Dachkonstruktionen, technischen Anlagen sowie Lüftungs-, Beleuchtungs- und Brandschutzsystemen. Auch die Modernisierung der Forumssäle und die Erneuerung zentraler Fassadenelemente sind vorgesehen. Den Abschluss bildet die umfassende Erneuerung der Lüftungszentrale sowie weiterer technischer Infrastrukturen mit dem Ziel einer vollständig energetisch sanierten Lausitzhalle.
Die ursprüngliche Planung aus dem Jahr 2021 sah Gesamtkosten von rund 20 Millionen Euro vor. Eine aktualisierte Kostenprognose aus dem Jahr 2025 zeigte einen Anstieg der Baukosten um rund 30 Prozent auf über 27 Millionen Euro. Da eine Erhöhung der Fördermittel nicht möglich ist und zusätzliche Eigenmittel nicht in ausreichendem Umfang zur Verfügung stehen, musste das Projekt grundlegend neu bewertet werden. Ein entscheidender Schritt für die Fortführung des Projekts war die erfolgreiche Übertragung der Fördermittel in eine zweite Förderperiode. Damit ist die Umsetzung der energetischen Sanierung weiterhin gesichert.
Neben der technischen Modernisierung soll die Lausitzhalle als kulturelles Zentrum der Region gestärkt und ihre Attraktivität nachhaltig erhöht werden. So soll ein Theatercafé beziehungsweise eine Vinothek entstehen – ein neuer Ort mit etwa 50 bis 60 Sitzplätzen für Kleinkunst, Klavierabende oder Comedy-Formate. Ergänzt wird dieses Angebot durch Gastronomie im unteren Foyer, verbunden mit einer Terrasse zum Lausitzer Platz. Auch im oberen Foyer wird ein neuer Bar- und Loungebereich entstehen. Für diese Maßnahmen stellt die SWH bis zu 750.000 Euro zur Verfügung. Die Investitionen sollen sich innerhalb von zehn Jahren durch die Lausitzhalle refinanzieren.
Mit dem neuen Sanierungskonzept wird die Lausitzhalle Schritt für Schritt fit für die Zukunft gemacht. Die Kombination aus energetischer Erneuerung, wirtschaftlicher Steuerung und inhaltlicher Weiterentwicklung schafft die Grundlage dafür, dass sie auch künftig als kulturelles Herz der Region bestehen kann.