Beim aktuellen Rundgang mit Projektmanager Steffen Mühl gab es spannende Einblicke in den Fortschritt der Bauarbeiten am Westufer des Scheibe-Sees. Bagger und Lkw sind wieder im Einsatz und bewegen derzeit große Mengen Boden, um die zukünftigen Liegeterrassen und Treppenanlagen anzulegen.


Erde wird bewegt und fachgerecht geprüft
Bevor der Erdaushub seinen weiteren Weg nehmen kann, muss genau geprüft werden, wie das Material fachgerecht entsorgt oder weiterverwendet werden kann. Dafür werden die einzelnen Erdhaufwerke direkt vor Ort beprobt und anschließend entsprechend deklariert. So wird sichergestellt, dass der Aushub den jeweils richtigen Entsorgungs- oder Verwertungsweg nimmt. Die Arbeiten an den Liegeterrassen sollen im Frühjahr 2027 abgeschlossen sein. Die einzelnen Böschungen werden dabei, ähnlich wie bereits an der Strandzufahrt, mit sogenannten Reisig-Faschinen gesichert. Dabei handelt es sich um gebündeltes Reisig, das zur Stabilisierung von Böschungen eingesetzt wird und gleichzeitig eine natürliche Begrünung unterstützt.
Testfelder zeigen: Die Lösung funktioniert
Schon im Frühjahr wurden verschiedene Testfelder angelegt. Damit konnte erprobt werden, welche Variante sich langfristig für die Begrünung und Sicherung der einzelnen Terrassenebenen eignet.
Die ersten Regentage haben inzwischen gezeigt: Die Variante mit Reisig-Faschinen bewährt sich. Erst kürzlich haben sich Planer sowie Garten- und Landschaftsbauer die bereits angelegten Böschungen erneut angesehen, um deren Zustand zu prüfen und die bisherigen Erfahrungen auszuwerten.
Auch bei der Auswahl der Pflanzen wurde auf die besonderen Bedingungen am Scheibe-See geachtet. Zum Einsatz kommen unter anderem Weiden für die erste Sicherung, verschiedene Rosenarten und Ginster, die mit den Standortbedingungen gut zurechtkommen. Neben der Begrünung entstehen auf den Terrassen auch neue Baumpflanzungen. Sie werden künftig für Schatten sorgen, gerade an einem sonnigen Badetag ein wichtiger Beitrag für einen angenehmen Aufenthalt am See.
Nächste Etappe: Landmarke, Mole und Slipanlage
Mit der Fertigstellung der Liegeterrassen und Treppenanlagen ist die Entwicklung des Westufers noch lange nicht abgeschlossen. Nahtlos geht es anschließend mit der Umsetzung der Landmarke sowie der Mole und der Slipanlage weiter. Für diese Bereiche ist die Fertigstellung bis Ende 2027 vorgesehen.
Damit nimmt das zukünftige Westufer des Scheibe-Sees Schritt für Schritt weiter Gestalt an. Aus den aktuellen Erdarbeiten entsteht nach und nach ein neuer Ort zum Baden, Erholen, Verweilen und Erleben.