Man kann es inzwischen sehen, hören und spüren: Am Scheibe-See bewegt sich etwas. Wo noch vor einiger Zeit vor allem Natur und Weite dominierten, entsteht Schritt für Schritt ein Ort, der künftig noch mehr Menschen zusammenbringen wird, ob zum Erholen, Begegnen oder einfach mal Durchatmen.
Mit dem offiziellen Spatenstich im vergangenen Jahr wurde der Anfang gemacht. Im Januar dieses Jahres folgte ein weiterer wichtiger Meilenstein: Die Landesdirektion Sachsen übergab die wasserrechtliche Genehmigung. Ein starkes Signal: Jetzt kann es richtig losgehen.


Auch der Winter hält das Projekt nicht auf
Trotz frostiger Temperaturen und winterlicher Bedingungen wurde in den vergangenen Wochen intensiv gearbeitet. Bauvorbereitende Maßnahmen liefen planmäßig weiter. Stubben wurden entfernt, Oberboden abgezogen und Baustraßen eingerichtet. Bis voraussichtlich März sollen diese Arbeiten abgeschlossen sein. Auch eine temporäre Zufahrt von der Staatsstraße wird dann bestehen.
Wer aktuell am See unterwegs ist, merkt: Hier wird mit Hochdruck an der Zukunft gearbeitet.
Für Radfahrerinnen und Radfahrer wurde bereits eine Umleitung eingerichtet, damit der Rundweg weiterhin sicher nutzbar bleibt.
Ein Strand, Liegeterrassen und neue Perspektiven
Der Blick richtet sich nun auf die nächsten großen Schritte: Die Gestaltung der Böschungen und der künftige Strandbereich stehen an. Die Ausschreibungen dafür laufen bereits. Bis in den Herbst hinein werden dann umfangreiche Erdbewegungen und Transporte notwendig sein, um die neuen Liegeterrassen und Aufenthaltsbereiche zu formen.
Hier entsteht nicht einfach nur eine bauliche Anlage, hier wächst ein neuer Treffpunkt für Familien, Freunde, Sportbegeisterte und Ruhesuchende. Ein Ort, an dem Kinder im Sand spielen, Jugendliche Zeit miteinander verbringen und Spaziergänger den Sonnenuntergang genießen können.
Im Hintergrund leisten Ingenieurinnen und Ingenieure derzeit intensive Arbeit: Planungen werden konkretisiert, statische Berechnungen durchgeführt, Genehmigungen eingeholt. Vieles passiert unsichtbar. Doch all das ist notwendig, damit am Ende ein sicherer, nachhaltiger und hochwertiger Freizeitbereich entsteht.
Der See bleibt erreichbar
Trotz aller Bauaktivitäten bleibt der vorhandene Parkplatz weiterhin nutzbar. Von hier aus können Radtouren gestartet oder der Spielplatz besucht werden. Der Scheibe-See bleibt also auch während der Bauphase ein Ort für Bewegung und Erholung.
Der Strukturwandel wird in Hoyerswerda oft abstrakt diskutiert. Am Scheibe-See jedoch wird er ganz konkret sichtbar. Hier entsteht ein Stück Zukunft für mehr Lebensqualität, für mehr Gemeinschaft und für eine Region, die zeigt, dass Veränderung auch neue Chancen bringt. Der Scheibe-See ist auf dem Weg, ein neuer Lieblingsort zu werden. Und das ist erst der Anfang.